

Ich habe noch nie etwas von den ganzen technischen Bemühungen gehalten, mit denen das Spam-Problem angegangen werden soll. Spam ist ein soziales Problem, das auf der sozialen Seite gelöst werden muss, nicht auf der technischen.
Leider ist mittlerweile ein riesiger Markt rund um den Spam entstanden (nicht nur Spammer, auch E-Mail-Provider, Security-Firmen, Software-Hersteller von Antispam-Lösungen bis hin zu Fachzeitschriften und der Tagespresse – sie alle profitieren vom Spam). Dennoch geht man drüben seit einiger Zeit ganz pragmatisch und erfolgversprechend mit dem Problem um:
Spammer soll für mindestens zwei Jahre hinter Gitter
Die erste in den USA unter dem CAN-Spam-Gesetz angeklagte Person wird voraussichtlich für mindestens zwei Jahre hinter Gitter verschwinden.
[...]
Das CAN-Spam-Gesetz (Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act) war Ende 2003 von US-Präsident George W. Bush unterzeichnet worden, um die zunehmende Flut von unerwünschten E-Mail-Nachrichten in den USA einzudämmen. Ohne Schuldeingeständnis, das der Angeklagte am kommenden Dienstag vor dem U.S. District Court for the Eastern District of Michigan abgeben will, hätten pro Anklage – darunter zwei wegen Betruges im Zusammenhang mit dem Versenden von E-Mail-Spam mit gefälschten Absenderadressen – bis zu fünf Jahre Haft gedroht. Da sich der Angeklagte zusätzlich wegen unerlaubten Waffenbesitzes, auf den in Michigan bis zu zehn Jahre stehen, verantworten muss, rechnet Anwalt Mateo mit einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei bis knapp fünf Jahren.
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