
Kein Mensch gibt die persönliche Daten seiner Mitmenschen wie z.B. Telefonnummern einfach so an andere weiter. Damit nehmen wir gegenseitig Rücksicht auf die Privatsphäre der anderen und wenden eventuelle Unannehmlichkeiten ab. Denn in der Regel will jeder Einzelne selbst bestimmen, wem die eigene Telefonnummer oder Adresse weitergegeben wird.
Mit einer Email ist es ja nun besonders leicht, vielen Personen auf einen Schlag eine Nachricht zukommen zu lassen: Einfach die Personen im Adressbuch des Mailprogramms auswählen und ab geht die Post! Obwohl wir im Umgang mit Telefonnummern und Adressen recht sensibel sind, hat sich dieser Respekt vor der Privatssphäre unserer Mitmenschen leider nicht auf das Medium Email übertragen. Tatsächlich werden solche "Massenmails" so verschickt, dass alle Empfänger sehen können, welche Personen diese Email ebenfalls empfangen sollen.

Im Geschäftsleben habe ich so schon interessante Einblicke in Firmen erhalten können (diese hatten dann natürlich auch ähnliche Eindrücke von meinen Unternehmen). Die obige Email ging übrigens an 334 Personen.
Im privaten Bereich kann es noch wesentlich ärgerlicher sein, wenn die eigene Emailadresse so publik wird (übrigens, wir haben in Deutschland das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gesetzlich verankert; Verstöße dagegen – und eine Massenmail mit veröffentlichten Emailadressen ist ein solcher – müssen teuer bezahlt werden):
Dabei hatten die Schöpfer des Emailformates für solche (und viele andere) Fälle schon früh vorgesorgt. Man kann nämlich selbst bestimmen, ob die gesamte Liste der Empfänger mit der Email geschickt werden soll.
Wenn eine Email an mehrere Empfänger gehen soll, von denen man nicht weiß, ob sie mit der Weitergabe ihrer Emailadressen einverstanden sind, dann trägt man die Adressen nicht ins "Empfänger:"-Feld ein (engl. "To:"), sondern in das Feld "Bcc:" (BCC steht für Blind Carbon Copy, also Blindkopie).

Das ist also prinzipiell nicht anders als eine "gewöhnliche" Email zu verschicken, wie am Beispiel des Mozilla zu sehen können.
Also: Beim nächsten mal einfach den Bcc:-Eintrag nutzen!
Links mit weiteren Informationen zum Thema:
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